IBP Euro Tour in Payerne/Schweiz

Die vorletzte Euro-Tour des heurigen Jahres fand in Payerne, einem kleinen Ort in der französischen Schweiz, statt.  Das Turnier startete für Jasmin Ouschan gleich um 9 Uhr am ersten Spieltag. Sie traf auf Phil Burford, einen britischen Junior, der heuer zum 9 Ball Junioren Europameister gekürt wurde. Gespielt wurde auf dem TV Tisch, welcher, wie üblich, noch ein paar Grad mehr aufzuweisen hatte als die anderen Tische und daher sehr schnell zu bespielen war.  Von Beginn an konnte Ouschan das Match gegen den sichtlich nervösen Briten dominieren. Gegen Ende des Matches verbuchte Ouschan zwar ein paar unnötige Fehler die jedoch an dem Endergebnis nichts mehr ändern konnten. Mit einem klaren 9:4 Sieg stieg sie in die nächste Runde auf.  Dort spielte die Österreicherin gegen Thomasz Kaplan aus Polen. Auch er ist für seine Topergebnisse bei der Euro Tour bekannt und war durchaus kein leichtes Los.  Doch ohne lange zu fackeln legte Ouschan los und setzte Kaplan stark unter Druck. Beide zeigten sehr gutes Billard und schossen eine Partie nach der anderen aus. Als jedoch Kaplan den ersten fatalen Fehler verbuchte nutze Ouschan die Chance um in Führung zu gehen. Ouschan spielte fehlerfrei und der Pole hoffte zwar noch auf einen Fehler, doch vergebens. Jasmin Ouschan ließ in keiner Sekunde des Matches locker und sorgte somit für einen schnellen und deutlichen 9:4 Sieg über den starken Polen.

 

„Ein wirklich guter Start ins Turnier bisher. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und hoffe das ich diese Spannung nun weiterhin halten kann.“

 

Im dritten Match traf Jasmin Ouschan auf Philipp Stojanovic aus Kroatien. In gleicher Manier wie in den Matches zuvor startete Ouschan in das Match. Stojanovic schien sichtlich aus seinem Rhythmus zu sein und Ouschan nutzte jeden Fehler für eine klare 6:1 Führung. Doch plötzlich schien auch Ouschan einen Konzentrationseinbruch zu haben und verbuchte viele Stellungsfehler die zu verschossenen Bällen führten. Der Kroate sah die Unsicherheit und begann aufzuholen. Doch obwohl jedes einzelne Game plötzlich unglaublich schwer wurde, kämpfte sich Ouschan durch und beendete das Match mit einem 9:6 Sieg. Im Aufstiegsspiel spielte Ouschan erneut gegen einen Junior und zwar gegen Ramazan Dincer der zuvor Weltmeister Oliver Ortmann in die Hoffnungsrunde schickte. Das Match begann recht ausgeglichen und beide Spieler nutzten ihre Chancen. Dincer ist für seine Potqualitäten bereits bekannt und auch Ouschan merkte während dem Match das man ihm keine offenen Bällen hinstellen sollte. In der Mitte des Matches verbuchten beide ein paar Fehler doch Ouschan blieb ruhig und konzentriert was schlussendlich auch den verdienten 9:7 Sieg und Aufstieg in die Finalrunde einbrachte.

 

„Das Match gegen Stojanovic war echt hart nachdem ich anfing viele Fehler zu machen. Ein einfacher Ball kann dann schnell sehr schwer werden. Mit dem Aufstiegsspiel bin ich echt zufrieden. Dincer ist ein sehr talentierter junger Spieler dem man auf keinen Fall offene Bälle hinstellen sollte. Ich bin das Match hindurch sehr ruhig geblieben und konnte somit meine Konzentration gut halten. Ich freue mich auf die Finalrunde und hoffe, dass es so weiter geht.“

 

Jasmin Ouschans Gegner in der Finalrunde war Angelo Millauro aus Italien und nachdem sie noch nie gegen ihn gespielt hat, konnte sie sich somit kaum auf ihren Gegner vorbereiten. Ouschan hatte erneut einen guten Start ins Match und konnte ihr Break erfolgreich durchbringen. In den darauf folgenden 2 Games verschoss der Italiener 2 Bälle, hatte jedoch das Glück zweimal nur ein Safe zu hinterlassen. Die Kärntnerin konnte nicht viel daraus machen und somit übernahm der Italiener die Führung. Von da an spielte der Italiener hervorragendes Billard und ließ Ouschan keine Chance. Mit einer 9:3 Niederlage musste sich Ouschan aus dem Turnier verabschieden.

 

„Schade das ich aus den zwei Bällen die er am Anfang verschossen hat nicht mehr hatte machen können. Ich denke, dass dies der Wendepunkt in diesem Match war. Danach hat er sehr gut gespielt und ich hatte nicht das nötige Glück nach dem Break, aber auch das gehört dazu. Trotzdem denke ich, das meine Leistung hier vor allem nach den harten Monaten davor sehr gut war und jetzt freue ich mich auf ein paar Wochen zu Hause.“

 

Ergebnisse:

 

Ranking 1. Platz Ralf Souquet (GER)
  2. Platz Christian Reimering (GER)
  3. Plätze Phil Burford (GBR)
    Nick van den Berg (NED)