IPT World Open 8 Ball Championsips in Reno/Nevada

Die IPT Tour ist die prestigeträchtigste Tourserie in der Welt des Billardsportes mit Weltmeistern, Legenden, Hall of Fames und den besten Damen am Start. Beim IPT World 8-Ball Open in Reno wurde ein Gesamtpreisgeld von  US$ 3,000 000 ausgeschüttet. Die Organisatoren zeichneten sich jedoch nicht nur aufgrund des hohen Preisgeldes aus, sondern auch mit dem Bestreben Billard als Sport ins rechte Licht zu setzen. Wirklich herausragend war vor allem die imposante Eventarena mit 60 Tischen die alle im perfekten Zustand waren. Weiter gab es eine eigene Players Lounge mit Sofas, Flat Screens, Buffet und sogar an Masseuren wurde gedacht. Auch die TV Arena wurde in beeindruckender Manier mit vielen Kameras und hunderten von Scheinwerfern in Szene gesetzt.

 

                                           

 

Gespielt wurde im Round Robin System auf 8 Gewinnspiele mit Winnersbreak. Meine erste Gruppe war mit dem ehemaligen Weltmeister und Topstar Earl „the Pearl“ Strickland (USA) sowie dem Ex Serien Europameister Tom Storm (SWE), dem Hall of Fame Member Pete Fusco (USA) und dem weitgehend unbekannten Pan America Champion Roland Acosta äußerst stark besetzt. Im Auftaktmatch konnte ich Paul Fusco mit 8:5 besiegen und im Anschluss Roland Acosta klar mit 8:4. Im dritten Spiel hätte ich eigentlich auf Tom Storm treffen sollen, welcher jedoch wegen der Verwendung eines unerlaubten Queues disqualifiziert worden ist. Das letzte Gruppenmatch bestritt ich gegen den „Entertainer“ Earl Strickland. Nachdem Strickland für sein extrovertiertes Verhalten bekannt ist, bereitete ich mich dementsprechend vor obwohl es mir eigentlich egal ist wer als Gegner am Stuhl sitzt. Ich hatte einen sehr guten Start und machte kaum Fehler und konnte mit 6:4 in Führung gehen. Eine schlechte Position auf die 8 im 11ten Game und zwei unnötig verschossene Bälle nutzte der Routinee eiskalt aus und kostete mich schließlich leider das Match. Es waren nicht viel Fehler aber leider gerade zum ungünstigsten Zeitpunkt. Ein wenig verärgert über die vergebene Chance stieg ich natürlich dennoch mit nur  einer Niederlage in die nächste Runde auf.

 

 

Auch in Runde 2 erwischte ich eine der schwersten Gruppen mit dem Weltmeister aus 2004 Alex Pagulayan (CAN), Mosconi Cup Mitglied Tony Robles (USA), Majid Imran (GBR), Frankreichs Nr.1 Vincent Facquet (FRA) und Frank Hernandez (USA).

 

Im ersten Match traf ich auf Tony Robles. Ich konnte von Anfang sehr druckvolles Billard spielen und mit 3:0 die Führung übernehmen. Als ich bei meinem Break keinen Ball versenken konnte holte Robles fehlerfrei auf 3:3 auf. Es ging folglich hin und her bis es schließlich 7:7 stand. Ich war am Break was auf diesen Tischen mit den engen Taschen und langsamen Tuch nicht immer von Vorteil ist. Leider konnte ich keine Kugel beim Break versenken, Robles nutzte dies aus und ich musste mich mit 8:7 geschlagen geben. Mein nächstes Match gegen Hernandez gewann ich mit 8:7 ehe ich gegen Alex Pagulayan antreten musste. Ich hatte von Beginn an Probleme ins Spiel zu finden und vergab einfach zu viele Chancen. Schlussendlich verlor ich das Match mit 8:4 und hätte jedoch dem Kanadier noch das ein oder andere Game abnehmen müssen, was sich leider am Ende des Tages noch rächen wird. Gegen Facquet konnte ich wieder meinen Stoss finden und in einem guten Rhythmus spielen was mich sehr sicher im ausschießen machte. Mit einem 8:6 Sieg hatte ich die vorletzte Hürde genommen. Im letzte Match gegen Imran Majid, welcher mittlerweile zu den besten europäischen Spielern zählt, konnten wir beiden nicht ganz fehlerfrei agieren, dennoch reichte es für einen 8:5 Sieg für mich. Damit hatte ich zwar 3 von 5 Matches gewonnen, jedoch aufgrund der engen Gruppenkonstellation (3 Sportler mit 3 Siegen) wird in solchen Fällen das Game Winning Percentage vom Gesamtturnier herangezogen, welches mich leider um wenige Prozente an den undankbaren vierten Gruppenplatz reihte.

Ich war natürlich ziemlich enttäuscht mit 3 Gruppensiegen nicht in die nächste Runde aufzusteigen, dennoch war Reno eine Reise wert und mit den Erfahrungen die ich machen konnte wird das Glück das nächste Mal auf meiner Seite sein.

 

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                                                                          World Open 8 Ball Champion

                                                                                        Efren Reyes (PHI)