Vom 21.09 – 25.09.05 fanden die Mädchen und Junioren Weltmeisterschaften 2005 statt. Nach der Herren und Damen Europameisterschaft 1992, organisierte der Kärntner Billard Verband erneuert ein Top Event. Gespielt wurde in Österreichs Nobel – Sommertourismusort Velden am Wörthersee. Die Vorrunden wurden im Cap Wörth, einem schönen Jugend Gästehaus direkt am See, ausgetragen. Die Finalspiele fanden im „Casineum“ dem Veranstaltungssaal des Casinos Velden, der ein sehr elegantes Ambiente auszeichnet, statt. Die Finaltische wurden von Tribünen mit Platz für über 300 Zuseher umsäumt. Mike Massey der wohl weltweit bekannteste Trickstoßkünstler sorgte vor den Finalspielen für Unterhaltung.
Aus meiner Sicht war dies mein absolut letztes Jugendturnier und ich war natürlich sehr stolz, dass es in meiner Heimat vor „meinem“ Publikum stattfand.
32 Boys und 16 Girls, welche aus 22 Staaten aller Kontinente kamen und sich durch hochkarätige Turniere für dieses Event qualifizierten, kämpften um den begehrten Titel.Nachdem ich ein Jahr zuvor in Australien „nur“ zweite geworden bin, wollte ich heuer bei meinem letzten Jugendturnier und in meiner Heimat natürlich den Titel holen.
Nach einem Freilos in der ersten Runde hatte ich mein erstes Match am Donnerstag gegen Anja Kostanian aus den Vereinigten Staaten. Ich kannte sie nicht und konnte auch somit ihre Spielstärke nicht einschätzen. Ehrgeizig und voller Motivation ging ich in das Match. Ich schaffte es mich sehr schnell auf den Tisch einzustellen und kontrollierte das Match von Anfang an. Trotz mancher unnötigen Fehler gewann ich das Match sicher mit 7:3.
Meine nächste Gegnerin war keine unbekannte. Die junge Kärntnerin Sabrina Naverschnig, die von mir Trainingseinheiten im Rahmen der Vorbereitung erhalten hatte, war meine Gegnerin im Viertelfinale. Sie ist talentiert und wenn sie in den Stoß kommt kann sie durchaus gefährlich werden. Durch meine Erfahrungen und dadurch dass ich sie sehr gut kannte, wusste ich wie ich meine Strategie zu wählen hatte. Ich konnte sehr schnell in Führung gehen, verlor zwar ein bisschen meiner Konzentration, was die Fehlerhäufigkeit erhöhte ehe ich schlussendlich den Sack zu machen konnte und mit 7:4 gewinnen. Mit diesem Sieg zog ich ins Halbfinale ein.
Nachdem die Halbfinalbegegnungen neu gelost wurden, traf ich erneut auf die US-Amerikanerin Anja Kostanian. Ich spielte anfangs sehr vorsichtig und brachte sie durch meinen Safes und Resafes etwas aus dem Rhythmus. Ich nutzte diese Unsicherheit meiner Gegnerin übernahm die Kontrolle über das Match und zog mit 9:5 ungeschlagen in das Finale.
Im Finale stand mir etwas überraschend die Griechin Helen Athanasiou gegenüber. Ich war natürlich nervös aber sehr konzentriert und versuchte mich nicht von dem ganzen drum herum ablenken zu lassen weil ich unbedingt diesen Titel erringen wollte. Zu Beginn konnte ich mit sehr guten Safes die Gegnerin zu Fehlern zwingen ehe ich auf dem neuen Tisch „warm“gelaufen bin und in kurzer Zeit mit 8:0 in Führung gehen konnte. Zum Schluss waren meine Gedanken schon sehr beim Sieg verhaftet und so gab ich noch ein Game ab ehe ich den für mich so wichtigen Weltmeistertitel nach Hause bringen konnte. Ich wurde meiner Favoritenrolle gerecht und war auch der einzige Spieler bei dieser WM der ohne eine Niederlage blieb.
Ergebnisse:
| Mädchen | 1. Platz | Jasmin Ouschan (Austria) |
| 2. Platz | Helen Athanasiou (Greece) | |
| 3. Plätze | Sabrina Naverschnig (Austria) | |
| Anja Konstanian (USA) |
| Buben | 1. Platz | Yu Lun Wu (Chinese Taipei) |
| 2. Platz | Hayato Hijikata (Japan) | |
| 3. Plätze | Artem Koshevoy, (Ukraine) | |
| Kai-Lun Hsu, (Chinese Taipei) |